Bericht Dojo vom 19. April 2016

Erstmal raufe ich mir die Haare: Wir haben unser einjähriges Bestehen verpennt! Am 10. März 2015 fand das erste Coder Dojo Bonn statt, heute war das – wenn ich richtig mitgezählt habe – insgesamt 25. Dojo.

Schon beim letzten Mal dabei und heute wieder: Hinrich und seine beiden Töchter, die eine digitale Sonnenuhr bauen.

Die digitale Sonnenuhr von Hinrich und seinen Töchtern. Mangels echter Sonne hat Hinrich einen grellen Halogenstrahler aufgestellt.

Die digitale Sonnenuhr von Hinrich und seinen Töchtern. Mangels echter Sonne hat Hinrich einen grellen Halogenstrahler aufgestellt, damit der Stab auch einen Schatten wirft.. Das kleine grüne da an dem weißen Halter ist die Kamera, der schwarze Kasten unter dem Gummiband der Raspberry Pi.

Dabei schießt ein Raspberry Pi eine Reihe von Fotos des Schattens einer ganz normalen Sonnenuhr und ermittelt den kürzesten Schatten. Im Abgleich mit den Zeitstempeln der geschossenen Fotos (also nach MESZ) kann die digitale Sonnenuhr feststellen, wie weit der Sonnenhöchststand von der MESZ abweicht – und kann daran berechnen, auf welchem Längengrad sich die Sonnenuhr befindet (ich hoffe, ich habe das so richtig wieder gegeben… Hinrich?)

Hannes spielt das Autorennspiel, das er zusammen mit Leo in Scratch programmiert hat.

Hannes spielt das Autorennspiel, das er zusammen mit Leo in Scratch programmiert hat.

Hier entwickeln Leo und Hannes ihr Autorennspiel in Scratch.

Hier entwickeln Leo und Hannes ihr Autorennspiel in Scratch.

Leo, der ja schon unseren weltbekannten Twitterfahrer gebaut hat, hat mit Hannes heute in Scratch ein kleines Autorennspiel entwickelt, während Tilman (5) in Scratch for Kids Giraffen, Schmetterlinge und einen Zauberer über den Bildschirm seines Tabs hat tanzen lassen (und sie hatten alle die Stimme von Tilman). Jan-Lucas hat derweil ebenfalls ein Spiel in Scratch gebaut.

Die wilde Szenerie von Tilman, zusammengesetzt von einen 5jährigen in Scratch for Kids.

Tilmans wilde Szenerie, zusammengesetzt von einem 5jährigen in Scratch for Kids auf einem Android Tablet.

Mit unserer Universalplattform sind wir heute immerhin so weit gekommen, dass wir via Twitter Direct Messages an einen Account schicken können nach dem Muster projektA,1,0,0,0,1 – und dass diese DM dann derart geparst wird, dass die Zahlenfolge an das betreffende Projekt geleitet wird. Mangels einsatzfähiger Light Blue Beans (wo sind die eigentlich alle!? Egal, ich hab mal zwei neue bestellt!) mussten wir es an dieser Front aber für heute dabei bewenden lassen. Stattdessen habe ich versucht, einen Arduino Nano mit einem Bluetooth-Chip zu bestücken und ans Laufen zu bringen, bin damit aber nicht ganz fertig geworden.

Beim nächsten Termin am 3. Mai werde ich selbst nicht zugegen sein können (denn wie jedes Jahr bin ich da bei der re:publica in Berlin), aber Hinrich hat zugesagt, dass er da sein wird. Wahrscheinlich kommen dann auch Frauke und Meico wieder dazu, so dass ich davon ausgehe, dass das Dojo dann auch ohne mich stattfinden kann.

Neues Projekt

Nachdem wir uns zuletzt ja mit dem Twitterfahrer beschäftigt haben, würde ich das Dojo gern etwas breiter aufstellen. Zum Glück hilft uns Christian nun auch – und er will bei seinen Freund*innen auch mal rumfragen, ob da noch welche sind, die uns als Mentor*innen unterstützen mögen.

Aber nun zur Idee für unser neues Projekt:

Wir möchten gern eine Plattform entwickeln, die über Twitter angesprochen werden können soll. Dabei muss in dem jeweiligen Tweet/der Direct Message eine bestimmte Syntax eingehalten werden nach dem Muster:

[nameModul] [pins]

Dabei soll [nameModul] die ID (oder der Name) eines Teilprojekts sein, das autark arbeiten kann. An dieses Teilprojekt sollen dann die [pins] übergeben werden. Wir werden für jedes Teilprojekt genau fünf Pins vorsehen. Dabei man im Tweet an der ersten Position an, ob Pin 1 an oder ausgeschaltet werden soll, an der zweiten Position das gleiche für Pin 2 usw. Dabei werden die einzelnen Positionen durch Kommata getrennt, 1 steht für “einschalten” und “0” für ausschalten.

Ein korrekter Tweet an unsere Plattform wäre also:

superProjektVonMaxim 1,0,0,0,1

Das würde also bewirken, dass unsere Coder Dojo Plattform an das Teilprojekt mit dem Namen superProjektVonMaxim den Befehl schickt, die Pins 1 und 5 einzuschalten und alle anderen auszuschalten.

Was das superProjektVonMaxim dann daraus macht, ist Sache der Entwickler*innen dieses Projekts. Das könnte zum Beispiel sowas sein wie unser Twitterfahrer. Oder einfach ein Bild mit fünf Leuchtdioden darauf. Die Teilprojekte sind frei in ihrer Gestaltung, die Interpretation der übermittelten Pin-Belegungen kann ganz individuell entwickelt werden.

Ich habe das mal von McKinsey schematisch darstellen lassen:

In Projekt FOO wird 1,0,0,1,1 als "Mach Licht an im Bad, im Flur und im Wohnzimmer." Im zweiten Projekt "Lass das Auge des Hais blinken", im dritten "Hebe die Finger 1, 4 und 5" (was ja gar nicht die Teufelchenhand ergibt, McKinsey hat sich da anscheinend vertan - für die abgebildete Teufelchenhand müsste die Kombination natürlich 1,1,0,0,1 lauten).

Im ersten Projekt wird 1,0,0,1,1 als “Mach Licht an im Bad, im Flur und im Wohnzimmer” interpretiert, im zweiten Projekt “Lass das Auge des Hais blinken”, im dritten “Hebe die Finger 1, 4 und 5” (was ja gar nicht die Teufelchenhand ergibt, McKinsey hat sich da anscheinend vertan – für die abgebildete Teufelchenhand müsste die Kombination natürlich 1,1,0,0,1 lauten).

Die Ansteuerung der einzelnen Projekte soll via Bluetooth erfolgen. Die zum einen wollen wir unsere vorhandenen Light Blue Beans dafür verwenden (Wer hat die eigenlich gerade!?), zum anderen wollen wir testen, ob wir mit Arduion Nanos mit einem separaten Bluetooth-Teil da auch weiter kommen.

Ich denke, damit sind wir für das nächste Jahr erstmal beschäftigt 🙂

 

+++ TERMINE! +++

Leider bin ich (Maxim) am 12. Januar in Berlin, daher kann das Dojo da nicht stattfinden. Auch am 26. Januar werde ich unterwegs sein (München), vielleicht fällt Euch jemand ein, der das Dojo wenigsten an diesem Tag übernehmen kann und möchte?

Ansonsten findet das nächste Dojo erst wieder am 9. Februar statt.

Protokoll des Dojos vom 15.12.2015

Endlich haben wir unseren Twitter-Fahrer so hinbekommen, dass er zumindest wenn wir die Fahrbefehle simulieren zuverlässig reagiert. Dazu haben Leo und ich systematisch die Pin-Belegung und die Dauer des jeweiligen Impulses aufgeschrieben und in unsere Codes übernommen.

Unserer node-red Umgebung übergibt "1" für "geradeaus", "2" für links usw. Auf der Light Blue Bean wird daraus eine Spannung an Pin 1, 2, 3 oder 4 angelegt. Das Arduino Uno, das die Motoren steuert, horcht die Pins A0 bis A3 ab. Das Kabel, das Pin 1 der Light Blue Bean mit Pin A0 des Uno verbindet, ist rot usw. Die Zahlen dazwischen (3 - 1,3 - 1,3 und 3) sind die Sekunden, wie lange das Arduino Uno die jeweilige Fahrroutine ausführt.

Unserer node-red Umgebung übergibt “1” für “geradeaus”, “2” für links usw. Auf der Light Blue Bean wird daraus eine Spannung an Pin 1, 2, 3 oder 4 angelegt. Das Arduino Uno, das die Motoren steuert, horcht die Pins A0 bis A3 ab. Das Kabel, das Pin 1 der Light Blue Bean mit Pin A0 des Uno verbindet, ist rot usw.
Die Zahlen dazwischen (3 – 1,3 – 1,3 und 3) sind die Sekunden, wie lange das Arduino Uno die jeweilige Fahrroutine ausführt.

Und hier ist der Beweis, dass das Ding tatsächlich fährt! Hurra!

Aber das war noch nicht alles, was uns gelungen ist in diesem Dojo. Wir haben den Raspberry Pi an einen riesigen Fernseher, der in der AWO so herumsteht, angeschlossen und zum Laufen gebracht, allerdings haben wir ihn noch nicht mit dem WLAN und somit noch nicht mit dem Internet verbunden. Machen wir nächstes Mal – ich muss mich dazu auch erst nochmal mit diesem Raspbian auseinandersetzen, da geht ja alles über Kommandozeile, sowas bin ich nicht gewöhnt, hehehe…

Und Jan hat sein Lichtband vorgestellt: Er hat dazu einen Infrarot-Sensor mit einem Arduino Nano verbunden, der die Signale von Fernbedienungen, wie wir sie alle von Fernsehern oder DVD-Playern kennen, auswertet. Hinten an dem Arduino hängt ein Band von LEDs, die über den Arduino mit RGB-Werten in verschiedenen Farben zum Leuchten gebracht werden können. So kann er nun mit seiner Fernbedienung zwischen verschiedenen Farben umschalten. Sehr cooles Ding. Was ich daran interessant fand, waren die unterschiedlichen IR-Werte der diversen Tasten auf der Fernbedienung zu sehen. Das weckt doch gleich wieder was in mir!

Das Dojo vom 15.12. war ein besonders erfolgreiches, wir haben diesmal viel zu sehen bekommen und fast alles hat so funktioniert, wie wir das haben wollten.

Das nächste Dojo findet erst wieder im neuen Jahr statt, und zwar turnusgemäß am 12. Januar, wie gewohnt um 16:00 Uhr in der AWO Beuel. Bis dahin frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr Euch allen!

 

 

Die CodeBugs sind da!

Unser nächstes Dojo findet am 15. Dezember statt, wie gewohnt um 16:00 Uhr in der AWO Beuel, Neustraße 86.

CodeBugs in der Schachtel.

CodeBugs in der Schachtel.

Ich habe mal zwei CodeBugs bestellt, die jetzt angekommen sind. Das sind kleine Arduino-Boards mit 25 LEDs und großzügigen Pins, an die wir Krokodilsklemmen anschließen können. Damit können wir sicher ein paar einfache Dinge machen.

Die Programme für den CodeBug schreibt bzw. klickt man auf der Seite http://www.codebug.org.uk/create/codebug/ zusammen, dann lädt man das Programm auf den lokalen Laptop oder PC herunter und legt es von dort via USB auf dem CodeBug ab. Dort läuft es dann.

Wer möchte, kann ja schon mal ein paar Programme erstellen und zum Dojo mitbringen, dann sehen wir uns mal an, wie das auf dem echten Board läuft.

CodeBug ausgepackt und mit Streichholz zum Größenvergleich.

CodeBug ausgepackt und mit Streichholz zum Größenvergleich.